Psychosomatische Wolken

Wenn ich mir draußen statt Sonne Wolken wünsche, bin ich vielleicht wirklich „einfach nur“ depressiv?
Fuck. Die Psychiaterin schreibt das zumindest ständig auf irgendwelche Überweisungszettel. Nicht das mit den Wolken. Von denen weiß sie wahrscheinlich gar nichts. Oder doch. Sie muss es ja wissen, hatte ich gesagt, richtig?

Oder ich übertreibe „mal wieder nur“ (vielleicht sollte ich anfangen, einfach nur (!) das „nur“ in Anführungszeichen zu setzen). Mache eine … [suche noch nach dem Wort … Wie heißt das, wenn wegen psychischer Beschwerden* körperliche Symptome auftauchen?] psychosomatische große Sache aus der simplen Tatsache, dass ich morgens lieber NICHT in der knall-hellen Sonne laufen gehe. Über die Definition von „laufen“ müssen wir auch irgendwann nochmal reden, ich renne ja nicht, ich gehe ja nur spazieren. Aber nicht jetzt. Jetzt sind die psychosomatischen Wolken da.

Vielleicht sind sie auch einfach nur (Merkt man mir eigentlich an, wie ich ständig innerlich mit allen verfügbaren Augen rolle, über dieses kleine, bescheiden-beschissene „einfach nur“? Als ob ich es mir jemals einfachmachen würde! Aber sagt man halt so … *noch mehr Augenrollen*) – und da ich meinen Satz jetzt sowieso schon komplett unprofessionell mit dieser ollen Klammer unterbrochen habe, lasse ich das mal ohne Bewertung so stehen:

Psychosomatische Wolken sind einfach nur.

*wobei auch die Formulierung Quatsch ist. Ich beschwere mich doch gar nicht! Oder? Bei wem auch!?

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